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VOM NEKTAR ZUM HONIG
Der Honig wird nicht direkt von den Bienen gesammelt, sondern von ihnen erzeugt, und zwar aus Nektar, der von den Blüten der Pflanzen produziert wird. Der gewonnene Honig dient in erster Linie dem Bienenvolk als Nahrung. Der Honig liefert den Bienen die energiespendenden Kohlenhydrate. Die übrigen Nährstoffe, wie Eiweiß, Fette, Mineralstoffe und Vitamine, erhalten die Bienen aus dem sehr eiweißhaltigen Blütenpollen.


Der Antrieb zum Sammeln von Nektar und Pollen entspringt dem Urinstinkt der Bienen, sich genügend Nahrungsvorräte für den Winter zu sichern. Um ihren kleinen Honigmagen einmal mit Nektar zu füllen, muss eine Biene 1.500 Blüten anfliegen. Bis bescheidene 500 g Honig entstehen können, müssen die Bienen den Nektar von rund 2 Millionen Blüten sammeln. Aus 1 Liter Nektar entsteht nach einem komplizierten Fermentationsprozess 300 g reiner Blütenhonig.
Der Prozess der Verarbeitung beginnt bereits beim Sammeln des Blütennektars. Einen kleinen Teil behält die
Honigbiene für sich, um ihre Energieverluste zu ersetzen. Der größere Teil der Ernte wird bereits beim Heimflug von der Sammelstelle zum Stock in der Honigblase der Biene mit Enzymen, organischen Säuren und weiteren Stoffen angereichert. Ein Enzym, die Invertase, das aus der Kopfdrüse der Biene stammt, spaltet bereits in der Honigblase die im Nektar enthaltene Saccharose in Frucht- und Traubenzucker auf. Dadurch wird der Zuckerstoff Saccharose, der an sich fest ist, flüssig. Im Stock angekommen, überlaßt die Sammelbiene ihre Ernte den Kolleginnen, welche den Nektar mit Enzymen vermischen. Dabei wird dem Nektar Wasser entzogen.

Frischer Blütennektar enthält rund 70 Prozent Wasser, reifer Honig hat nur noch einen Wassergehalt von ca. 18 %. Der umgewandelte und mit Enzymen angereicherte Nektar wird dann in Form eines Tröpfchens in eine Wabe abgelegt. Der reife Honig wird von den Bienen zwecks Konservierung mit Wachs in den Wabenzellen verschlossen. Je nach klimatischen Verhältnissen und dem Nahrungs- bzw. Nektarangebot können von einem starken Bienenvolk im besten Fall bis zu 30 kg (Jahresdurchschnitt 9 kg), in wärmeren Ländern aber bis zu 150 kg Honig pro Jahr geerntet werden. Je größer der Honigertrag ist desto mehr kann der Mensch dem Stock entnehmen.
Honigernte
Am Wachsdeckel erkennt der Imker, ob der Honig reif ist. Jetzt kann die Honigentnahme erfolgen. Zuerst streift der Imker die Bienen vorsichtig von der Honigwabe ab. Dann wird die Wachsschicht mit einer speziellen Gabel entfernt. Diesen Prozess nennt der Fachmann «Entdeckeln». Jetzt werden die vollen Honigwaben mittels Zentrifugalkraft in einer Honigschleuder vom begehrten Honig entleert. Heute werden praktisch alle hochwertigen Honige in Europa und in Übersee mit dieser Zentrifuge kaltgeschleudert. Früher wurde der Honig durch Erwärmung flüssig gemacht. Das schadet aber der Qualität. Durch Kaltschleudern hingegen werden die wertvollen Inhaltsstoffe nicht zerstört. Nach dem Schleudern wird der Honig für 3 bis 5 Tage in geschlossenen Eimern stehen gelassen, damit sich Wachsreste, Polleneinschlüsse und andere Fremdteile auf der Oberfläche absetzen können. Dann wird der Honig noch gesiebt und abgefüllt.

Honig erwärmen und rühren?

Wird der Honig erst später in Gläser umgefüllt, muss er zu diesem Zweck leicht erwärmt werden.
Die Honige, die importiert werden, werden oft für den Transport in großen Gebinden zwischengelagert. Auch in diesen Fallen müssen sie für die Endabfüllung in Gläser durch Erwärmung nochmals flüssig gemacht werden Eine Diskussion entfacht sich auch immer wieder über die Frage, ob man Blütenhonige vor dem Abfüllen noch eine Weile rühren soll, wodurch der Honig feiner kristallisiert. Einige vertreten die Meinung, dass der Honig seinen Geschmack desto besser entfaltet, je feiner er kristallisiert. Andere Imker hingegen füllen ihren Honig grundsätzlich immer ohne weitere Arbeitsschritte sofort ab. Jede zusätzliche Behandlung des Naturprodukts Honigs sollte ihrer Ansicht nach vermieden werden. Die Honigtauhonige, die man auch als Waldhonig bezeichnet, werden nicht gerührt, weil sie in der Regel ohnehin lange flüssig bleiben.

Honigtau - der Rohstoff für den Waldhonig

Die Imker unterscheiden zwischen den Blütenhonigen, welche aus Nektar entstehen, und den Honigtauhonigen. Diese sind auch unter der Bezeichnung Waldhonig im Handel. Für die Honigtauhonige sammeln die Bienen die zuckerhaltigen Ausscheidungen pflanzensaugender Insekten, vor allem von Schnabelkerfen, welche die eigentlichen Honigtauerzeuger sind. Diese Insekten leben überwiegend auf grünen Pflanzen, am liebsten auf Nadel- und Laubbäumen. Die wichtigsten Wirtspflanzen von Honigtauerzeugern sind bei den Nadelbäumen die Rottanne, die Weißtanne, verschiedene Kiefernarten und die Lärche. Bei den Laubbäumen sind es vor allem die Eiche, die Linde und der Ahorn. Die Bienen sammeln die zuckersüßen Ausscheidungen und verarbeiten diese auf dieselbe Art weiter, wie es beim Blütenhonig der Fall ist. Honigtauhonige sind in der Farbe dunkler als Blütenhonige und im Geschmack kräftiger. Sie haben einen würzigen, malzähnlichen Geschmack und sind außerdem mineralienreicher als Blütenhonige. Auch kristallisieren sie beim Lagern langsamer als die Blütenhonige.
Die Winterfütterung der Bienen

Jedes Bienenvolk legt im Sommer Honigvorräte für den Winter an. Vorausgesetzt, es sind genügend Blütenpflanzen als Nahrungsquelle vorhanden, erzeugt ein Bienenvolk mehr Honig, als für seinen Eigenbedarf notwendig ist. In Nordeuropa waren die meisten Bienen durch die schlechten Witterungsverhältnisse und den fortschreitenden Rückgang der Naturlandschaften allerdings zum Verhungern verurteilt, würden die Imker keine "Winterfütterung" vornehmen. Manchmal kann ein Bienenvolk nicht einmal genug Honig produzieren, um sich selbst ausreichend zu ernähren. In unseren Regionen benötigt ein Bienenvolk zum Überwintern zwischen 10 bis 20 kg Nahrung in Form von Honig oder Zuckerwasser. Seit der Jahrhundertwende wird in unseren Breiten den Bienen als Ergänzungsnahrung Zuckerwasser angeboten.
Zuckerfütterung - muß das sein?

Um diesen Ersatz entfachen sich immer wieder Diskussionen. Einige Honigkonsumenten sind dagegen skeptisch eingestellt. Ernährungsbewusste Konsumenten verzichten meist auf den Konsum von raffiniertem Zucker und verwenden in der Küche statt dessen den naturbelassenen Honig. Einige von ihnen sind der (irrtümlichen) Meinung, vom raffinierten Zucker, der den Bienen verfüttert werde, könne etwas in den Honig gelangen. Folglich fordern einige von ihnen die Imker auf, auf die Zuckerfütterung zu verzichten bzw. statt dessen Honig oder Rohzucker zu futtern. Hier ist sachliche Aufklärung notwendig: Die Fütterung mit Rohzucker als Winterfutter ist nicht möglich, da die Bienen die Reste der darin enthaltenen Melasse nicht herausfiltern können. Die Bienen müssten vielmehr im Winter ihren Kot in den Bienenstock entleeren, was zu Krankheiten (wie etwa Ruhr) und gar zum Tod der Bienen fuhren konnte.

Auch eignen sich nicht alle Honige für die Winterfütterung. Ungeeignet ist zum Beispiel der Honigtauhonig, so dass Imker, die ausschließlich Waldhonig gewinnen, auf eine Zuckerwasserfütterung unter keinen Umständen verzichten können. Honigtau, der Ausgangsstoff für die Herstellung von Waldhonig, ist aber gerade oft im Frühsommer wegen des sonst eher mangelnden Blütenangebots die einzige Honigquelle für die Bienen. Ebenfalls schlecht geeignet für die Winterfütterung ist reiner Rapshonig. Ferner ernähren sich die Bienen nicht nur von Honig. Vielmehr besteht ihre Nahrung aus den eiweiß- und mineralstoffreichen Pollen, Wasser und Honig. Bienen können den Zucker nur zusammen mit dem mineralstoffreichen Pollen ohne nachteilige Wirkung assimilieren. Der Honig bzw. das Zuckerwasser liefert den Bienen in diesem Fall «nur» die Kohlenhydrate, die sie für die Energiegewinnung benötigen.
Zeitpunkt der Zusatzfütterung

Zur Beruhigung von verunsicherten Honigliebhabern sei noch erwähnt, dass eine Zuckerfütterung nur im Spätsommer erfolgt. Im Frühling wird nur in seltenen Ausnahmefallen Zuckerwasser gefüttert (z. B. bei über längere Zeit kalter Witterung). Nach einer solchen Fütterung muss der Imker mindestens drei Wochen warten, bis er zusätzliche Waben für das Einlagern von Honig in den Bienenstock hängt. So wird vermieden, dass Honig aus Zuckerwasser entsteht. Jeder verantwortungsbewußte Imker wird seinen Bienen übrigens immer erst dann zusätzliche Waben zur Honigproduktion in den Stock geben, wenn bereits Honig für den eigenen Vorrat eingebracht ist und das Volk auch sonst kräftig genug ist. Bei uns stehen die Freude an der eigenen Arbeit und die Gesundheit ihrer Bienen stets im Vordergrund.
Der Honigpreis

Wie entsteht bei einem Deutschen Imker der Honigpreis? Für ein Kilogramm Honig muß die Biene viel leisten: Ein Sammelflug einer Honigbiene bringt 40 mg Nektar, 10 mg Honig gleichzeitig befruchtet die Biene damit 20 bis 200 Blüten Für ein Kilogramm Honig braucht es 4 kg Nektar 100.000 Sammelflüge 2 bis 20 Millionen Blüten 10.000 Sammelflüge
Lagerung und Haltbarkeit von Honig

Um die hohe Qualität von naturbelassenem Honig möglichst lange zu bewahren, ist eine richtige Lagerung wichtig. Honig ist im Gegensatz zu fast allen anderen Nahrungsmitteln bei entsprechender Lagerung über Jahre hinweg ohne Qualitätseinbußen lagerbar. Daher erübrigt sich beim Honig auch ein Haltbarkeitsdatum. Weil die meisten Konsumenten ihren Honig wahrscheinlich nur in kleinen Mengen und dafür stets frisch kaufen, sei nur auf die richtige Aufbewahrung hingewiesen. Der Honig soll im Idealfall in ungeheizten Räumen, beispielsweise im Keller oder in der Vorratskammer, bei einer gleichmäßigen Temperatur zwischen 12 bis 16 Grad gelagert werden. Die hitzeempfindlichen Bestandteile werden allerdings erst bei Temperaturen über 40 Grad zerstört. Honig kann also bei Zimmertemperatur ohne große Qualitätseinbußen aufbewahrt werden. Vermieden werden sollte die direkte Bestrahlung mit Sonnen- oder Kunstlicht. Auch im Bienenstock lagert der Honig im Dunkeln. Honig ist als hochkonzentrierte Invertzuckerlösung wasseranziehend. Bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 60 % zieht Honig Feuchtigkeit und Fremdgerüche an: Deshalb den Honig nur gut verschlossen lagern. Sollte ein Honig zu lange offen aufbewahrt werden, kann er zu gären beginnen. Solcher Honig kann noch zum Backen verwendet werden. Prinzipiell gilt, dass der Honig desto langer haltbar ist, je kühler er gelagert wird. Das beste Verpackungsmaterial für Honig ist Glas. Honig kann man auch bei -18° C tief kühlen. Dabei bleiben alle Inhaltsstoffe, auch die empfindlichen Vitamine und Enzyme, optimal erhalten.
Kristallisation - ein Qualitätszeichen

Honig ist ein Naturprodukt, daher kann er sich während der Lagerzeit verändern. Das Kristallisieren des Honigs ist ein völlig natürlicher Prozess, der bei jeder Honigsorte früher oder später eintritt Die Tendenz zur Kristallisation ist u.a. abhängig von den Vegetationsbedingungen auf den Bienenweiden, dem unterschiedlichen Verhältnis von Trauben- und Fruchtzucker, dem Wassergehalt und der Lagertemperatur. Je tiefer die Lagertemperatur, desto geringer ist die Kristallisationsneigung. Helle Honige mit einem hohen Traubenzuckeranteil kandieren schneller als dunkle Honige, in denen der Fruchtzuckeranteil überwiegt (eine Ausnahme ist der Akazienhonig). Die Kristallisation kann sich über Wochen oder Monate erstrecken. Einmal kristallisierter Honig kann im Wasserbad bei einer Temperatur von 38 bis max. 40 Grad wieder flüssig gemacht werden. Ist die Temperatur höher, werden die hitzeempfindlichen wertvollen Inhaltsstoffe des Honigs zerstört. Die Kristallisation eines Honigs ist ein Echtheitsbeweis für einen reinen reifen Bienenhonig, der weder pasteurisiert noch erwärmt wurde und der auch nicht mit fein kristallisierendem oder lange flüssig bleibendem Honig vermischt worden ist.
HONIG ALS SÜSSMITTEL - MEHR ALS ZUCKER

Zucker - ein Mineralstoffräuber Es ist hinlänglich bekannt, dass der in unserer Gesellschaft übliche Zuckerkonsum die Gesundheit schädigt. Zucker ist in der westlichen Ernährung in Größenordnungen bis zu 120 g pro Tag und Person und damit in viel zu großen Mengen enthalten. Der Zucker entzieht dem Körper bei seinem Abbau wichtige Mineralstoffe, vor allem Kalzium, Magnesium und B-Vitmaine. Er ist damit der größte «Vitalstoffräuber» in der heutigen Ernährung. Honig - ein Vitalstoffspender Ganz anders der Honig. Er liefert dem Organismus wertvolle, leicht verdauliche Zuckerarten und wertvolle Vitalstoffe Wird Honig in vernünftigen Mengen in der täglichen Ernährung verwendet, bestehen gegen diese Form des Süßigkeitskonsums keine Einwände. Honig sollte in einer gesunden, vollwertigen Ernährung anstelle des weißen Zuckers zum Süßen verwendet werden. Am wertvollsten ist es natürlich, den Honig nach dem Kochen in unerhitzter Form den Speisen zuzufügen. Wird Honig erhitzt, beispielsweise beim Backen, so werden zwar die wertvollen wärmeempfindlichen Enzyme zerstört, erhalten bleiben aber immerhin die Mineralstoffe, Spurenelemente und zum Teil auch die hitzebeständigen Vitamine. Somit ist auch erhitzter Honig in jedem Fall besser als raffinierter weißer Zucker. Und wer Honig statt Zucker zum Süßen verwendet, wird aufgrund der Natürlichkeit und des - je nach Tracht - typischen Eigengeschmacks nie zuviel davon verwenden.
ZUSAMMENSETZUNG DES HONIGS

Honig besteht aus*: 38% Fruchtzucker 32% Traubenzucker 10% Mehrfachzucker 18 % Wasser 2% Beistoffe (Mineralstoffe, Vitamine, Spurenelemente, Fermente, Farbstoffe, Aromastoffe usw.) - *Durchschnittswerte
HONIG - MEHR ALS DIE SUMME SEINER BESTANDTEILE

Honig gilt seit jeher als ausgesprochen gesund. Er ist ein vollwertiges, natürliches Lebensmittel. Er hat noch lange nicht alle seine Geheimnisse preisgegeben. Honig ist ein sehr komplexes Gemisch von rund 120 bekannten wichtigen biologischen Wirk- und Nährstoffen. Schon im Altertum war man sich der Heilwirkungen des Honigs bewusst und wandte ihn entsprechend an. Die Hauptbestandteile des Honigs sind zu rund 75 % Kohlenhydrate, die in ihm als leicht resorbierbare Trauben- und Fruchtzucker vorkommen. Diese Einfachzucker werden schnell ins Blut aufgenommen, ohne die menschliche Verdauung stark zu beanspruchen. Sie stehen schnell als Energie zur Verfügung. Der Honiggenuss fördert den gesamten Stoffwechsel. Honig enthält alle Stoffe, die für einen reibungslosen Stoffwechsel nötig sind; aus diesem Grund belastet er - im Gegensatz zu weißem Zucker - unseren Organismus nicht. Vielmehr erleichtern die im Honig vorhandenen Fermente sogar die Resorption der anderen Nahrungsbestandteile.
HONIG IST GUT FÜR DAS HERZ

Die ätherischen Öle und die harzigen Stoffe im Honig haben eine stimulierende Wirkung auf das Nervensystem und den Kreislauf. Darum wird Honig in der Volksmedizin auch als Balsam für die Nerven bezeichnet. Gleichzeitig ist Honig ein gutes Herztonikum. Honig hat, so weiß man, eine ganz spezielle Wirkung auf die Herz-Kreislauf-Tätigkeit. Bei regelmäßigem Genuss von Honig konnte eine bessere Versorgung des Herzmuskels nachgewiesen werden. Die Herzleistung wird durch Honigkonsum gesteigert.
HONIG STEIGERT DIE KÖRPEREIGENE ABWEHRKRAFT

Man kann sagen, dass regelmäßiger Honigkonsum die gesamte Widerstandsfähigkeit des Körpers steigert. Dafür soll regelmäßig Honig genossen werden. Da Honig als reines Naturprodukt fast alles enthält, was der Körper zum Leben braucht, gibt es übrigens keinen Grund, nicht täglich in irgendeiner Form diesen süßesten Stoff der Natur zu genießen. (das gilt jedoch nicht für Diabetiker!). Honig ist aufgrund seiner einmaligen Zusammensetzung ein hervorragendes natürliches Kräftigungs- und Stärkungsmittel für Schwangere, Stillende, Kinder, Senioren, Schwache und Kranke. Einzig in der SäuglingsErnährung sollte Honig noch nicht in größeren Mengen verwendet werden, da einige Inhaltsstoffe die Verdauungsfähigkeit eines Säuglings überfordern. Honig wirkt bei Kleinkindern als mildes Abführmittel.
HONIG - DAS LETZTE NATURGEHEIMNIS?

Obwohl man viele der Inhaltsstoffe im Bienenhonig inzwischen mit modernsten Methoden messen und analysieren kann, bleibt der Honig ein Naturgeheimniss und eines der letzten Naturprodukte in einer ständig sich verändernden Umwelt.
HONIG WIRKT BLUTBILDEND

Honig fordert auch die Blutbildung, was auf seinen Gehalt an Eisen, Mangan und Kobalt zurückzuführen ist. Im übrigen hat jeder Honig die spezifischen Nähr- und Heileigenschaften, je nachdem von welcher Tracht er stammt.
HONIG ALS HEILMITTEL - DER THERAPEUTISCHE NUTZEN

Honig ist im Sinn von Hippokrates ganz klar ein Heilmittel. Honig gab es früher nur am Sonntag als kleine Gaumenfreude. Er ist zu kostbar, um täglich in großen Mengen konsumiert zu werden. Der gesamte Honigertrag aller Bienen dieser Erde wurde niemals ausreichen, den heutigen Verbrauch an raffiniertem Zucker zu ersetzen. Dies wäre vom gesundheitlichen Standpunkt auch nicht wünschenswert.
APITHERAPIE

Honig kann man also nicht nur als Nahrungs- und Genussmittel einsetzen, auch zu Heilzwecken wird er seit der Antike sehr geschätzt. Es gibt sogar einen eigenen Bereich der Heilkunde, die Apitherapie. Dieser Zweig der Naturheilkunde beschäftigt sich ausschließlich mit der Heilwirkung von Produkten des Bienenvolks. Wird Honig äußerlich angewandt, fördert er unter anderem die Wundheilung. Er verhindert zudem das Wachstum von pathogenen Bakterien und Pilzen. Bei den alten Ägyptern war Honig das beliebteste Heilmittel. In einer alten medizinischen Schrift, die an die 900 Rezepte enthält, wird allein der Honig 500 Mal erwähnt. In Kriegszeiten verwendeten die alten Griechen, Römer und Ägypter den Honig als Balsam für Wunden. Hippokrates empfahl zur Behandlung von Fieber einen Trank aus Honig, gemischt mit Wasser und anderen medizinischen Substanzen. Auch moderne Wissenschaftler haben beobachten können, wie sich Bakterien vor ihren Augen auflösten, sobald sie mit Honig in Berührung kamen. Noch heute wird von Ärzten, vor allem in Entwicklungsländern, Honig zur Wundheilung verwendet. Die vielseitige Heilwirkung des Honigs basiert auf den verschiedensten wichtigen Inhaltsstoffen. Honig wird als Heilmittel unter anderem bei folgenden Beschwerden und zu folgenden Zwecken mit Erfolg angewandt zum Abtöten von Bakterien zur Beruhigung der Nerven und als Hilfe beim Einschlafen für die Wundheilung bei äußeren Verletzungen bei entzündlichen Magen- und Darmerkrankungen bei Bronchialerkrankungen bei Durchfall Weiter kann Honig als Zusatz zu Bädern, für Waschungen und für Einreibungen und Kompressen verwendet werden.

BLÜTENPOLLEN

Blütenpollen sind die männlichen Keimzellen der blühenden Pflanzen. In ihnen steckt die geballte Lebenskraft zum Wachstum der Pflanzen. Beim Sammeln des Pollens von den Blüten bestäuben die Bienen gleichzeitig die Pflanzen und tragen dadurch zu ihrer Erhaltung und Vermehrung bei. So erfüllen die Bienen überall auf der Welt einen wichtigen ökologischen Beitrag. Den gesammelten Pollen befeuchten die Bienen mit Nektar und formen aus ihm kleine Kugeln, die sie in Körbchen (sie werden auch als Pollenhöschen bezeichnet) an den Hinterbeinen in den Bienenstock transportieren. Der Pollen wird in den Waben gelagert und von den Bienen zur Konservierung mit Honig verschlossen.


Das «Bienenbrot» kann auf diese Weise ohne Nährstoffverlust über Monate hinweg aufbewahrt werden. Der Pollen sichert den Bienen die Versorgung mit hochwertigen Eiweißen und Mineralstoffen. Ist die Versorgung mit Pollen für die Bienen schlecht, so ist die Vermehrung und Erneuerung des Volks gefährdet. Einen geringen Teil des gesammelten Pollens, ca. 10 bis höchstens 30 Prozent, können die Imker den Bienen jedoch für die Verwendung als Nahrungsergänzungsmittel für uns Menschen wegnehmen. Ein leistungsstarkes Bienenvolk sammelt in einer blütenreichen Gegend jährlich 25 bis 30 kg Pollen. Für eine einzige Pollenladung muss eine Biene rund 80 Blüten besuchen. Für die Gewinnung eines einzigen Kilogramms Pollen muss eine Biene dementsprechend rund 50.000 bis 100.000 Mal ihre Höschen vollpacken.

An guten Sonnentagen bringt ein Volk bis zu 150 g Blütenpollen in den Sammelkasten. Bei ärmlichen Trachtverhältnissen und zusätzlich schlechtem Wetter entnehmen wir Blütenpollen nur von den stärksten Völkern. Dass die Blütenpollen eine sehr große Heilkraft besitzen, wussten schon die Wikinger, die sie auf ihren monatelangen Seefahrten auch als Kraftnahrung verzehrten. Aber erst in den dreißiger Jahren entdeckte man auf der Suche nach gesundheitlich wertvollen Nahrungsmitteln den hohen Eiweißgehalt des Pollens. Blütenpollen enthalten alle lebenswichtigen Aminosäuren. Außerdem ist er reich an Mineralstoffen, Spurenelementen, Enzymen und verschiedenen Vitaminen. Mit nur 30 g Blütenpollen (6 Teelöffel) kann ein erwachsener Mensch gemäß Untersuchungen seinen Tagesbedarf an lebenswichtigen Aminosäuren, Mineralstoffen und Vitaminen decken. Pollen, der als Nahrungsergänzung verwendet wird, sollte möglichst aus Gegenden mit einer großen Pflanzenvielfalt stammen. Pollen aus Gegenden mit überwiegender Monokultur ist zu vermeiden. Die Gewinnung des Pollens erfolgt mit einer speziellen Auffangvorrichtung am Eingang des Fluglochs. Die Bienen müssen dort hindurch und verlieren dabei ihr Pollenhöschen. Anhand der Farbe kann der erfahrene Imker erkennen, von welcher Pflanze der Pollen stammt. Der heruntergefallene Pollen muss täglich entnommen und sofort schonend getrocknet werden. Kleine Mengen Pollen werden bei einer Raumtemperatur von etwa 20 bis 25 Grad während einiger Tage getrocknet. Größere Mengen werden in speziellen Trockenkammern innert 10 bis 12 Stunden bei Temperaturen von 37 bis 42 Grad getrocknet.
Blütenpollen als Nahrungsergänzung


Als Nahrungsergänzung oder als Stärkungsmittel genügen täglich 1 bis 3 Teelöffel während einer Kurdauer von 3 Wochen. Damit der Körper die Wirkstoffe des Blütenpollens optimal ausnutzen kann, sollte der Blütenpollen stets für sich allein auf nüchternen Magen eingenommen und gut eingespeichelt werden. Für eine gute Ausnutzung und Verträglichkeit ist langes Einspeicheln sehr wichtig. Pollen sollten aber nicht gekaut werden. Es gibt im Handel auch aufgeschlossenen Blütenpollen, der von den Menschen besser ausgenutzt werden kann. Wer den Pollen genügend einspeichelt, kann die meisten Wirkstoffe aber wohl auch sonst aufnehmen. Wem der Eigengeschmack des Pollens zu intensiv ist, der kann den Pollen mit Honig gemischt einspeicheln oder die im Handel erhältlichen Pollenkapseln verwenden. Das Gewöhnen an den kräftigen Eigengeschmack dieser einmaligen Kraftnahrung gehört, so sagt es der Volksmund jedoch bereits zum erwünschten Heilprozess.

AUFBEWAHRUNG VON BLÜTENPOLLEN

Blütenpollen sollen, vor direkter Sonnenbestrahlung geschützt, in Gläsern aufbewahrt werden, am besten unter Vakuum. Je kühler die Lagertemperatur, desto besser für die Erhaltung der Wirkstoffe. Wer möchte, kann Pollen mit Honig mischen oder tiefkühlen und so seinen Heilwert über längere Zeit ohne Qualitätseinbuße erhalten. Bei uns erhalten Sie Honig, der bereits mit Blütenpollen versetzt wurde. Eigentlich sollen Pollen möglichst frisch verwendet werden. Daher deklarieren einige Firmen auf ihren Pollenverpackungen das Erntejahr.

GELÉE ROYAL FUTTERSAFT DER KÖNIGIN

Gelee Royale ist das Produkt der Sekretion der Schlunddrüsen der Arbeiterbienen zwischen dem 5. und 14. Tage ihres L e b e n s ( genannt auch "Ammenbienen"). Sie ist ein weißliches Produkt, perlmuttartig reflektierend, von gallertartiger Beschaffenheit, mit einem säuerlichen, leicht süßen Geschmack und die einzige Nahrung:

1.ausnahmslos aller Larven vom Zeitpunkt des Schlüpfens bis zu ihrem 3. Lebenstag.
2.der Larve, welche Königin werden soll bis zum 5. Tag ihres Lebens.
3.der Königin ausschließlich während ihres ganzen Lebens, nach dem sie aus der Königinnenzelle geschlüpft ist.

Die Gelee Royale stellt nicht nur ein lebensnotwendiges Nahrungsmittel für die Bienen dar, sondern auch ein Nahrungsmittel mit einer selten starken Wachstumskraft, denn unter Einfluß dieser Nahrung:
wachsen alle Larven mit einer enormen Geschwindigkeit (1.000 mal in 3 Tagen bei den
Arbeiterinnenlarven; 2.000 mal in 5 Tagen bei den Königinnen-Larven);

[*]wird die Königin, hervorgegangenen aus einem Ei das der Arbeiterin gleich ist , doppelt so groß wie diese;

[*]lebt die Königin etwa 5 Jahre, während die Arbeiterinnen nicht mehr als wenige Wochen überlebt;

[*]kann die Königin über Jahre Hinweg etwa 2.000 Eier pro Tag legen.

Gewinnung:
Nur die Gelee Royale der Königinnen-Zellen ist reichlich vorhanden und kann geerntet werden. Die Imker haben dazu ein Verfahren gefunden, das weder die Bienen, noch das Leben im Bienenstock beeinträchtigt und es erlaubt, Königinnenzellen zu produzieren: Die
Königinnenzucht. Wenn Gelee Royale am reichlichsten vorhanden ist, entnimmt sie der
Imker mit Hilfe eines Holzspachtels oder durch Absaugen unter strenger Einhaltung der Sauberkeit. Zur Aufbewahrung muß Gelee Royale in Gläser gefüllt, luftdicht verschlossen
und kühl gelagert werden (im Kühlschrank zwischen 0° und 5° Celsius). Unter diesen Umständen läßt sich Gelee Royale viele Monate optimal lagern.

Zusammensetzung -Gelee Royale enthält:
[*]einen gewissen Prozentsatz Wasser.
[*]Proteide (mit Stickstoff verbundene Substanzen), darunter ein großer Teil in Form von
[*]Aminosäuren: Alanin, Arginin, Apsaraginsäure, Glutaminsäure, Zystin, Glykokoll, Leucin, Isoleucin, Lysin, Phenylalanin, Prolin, Serin, Taurin, Threonin, Tyrosin, Valin; die meisten dieser Aminosäuren sind für den menschlichen Organismus in der täglichen Nahrung unentbehrlich.
[*]Kohlehydrate (Zucker) und eine geringe Menge Lipide (Fette);
[*]eine große Anzahl Vitamine: B1, B2, B3 oder Vitamin PP, B5, B6, B7, B8 oder Vitamin H, B9, B12, ebenso geringe Mengen der Vitamine A, C, D, E. Diese spielen bei der Aufrechterhaltung des körperlichen Gleichgewichtes eine wesentliche Rolle.
[*]Mineralstoffe und Spurenelemente: Kalium, Phosphor, Eisen, Kalzium, Kupfer, Silizium. Diese Substanzen sind für die Stoffwechselvorgänge im Bereich der Zellen von wesentlicher Bedeutung.
[*]Ein antibiotischer Faktor wirksam auf die Proteus-Bakterien und auf die Escherichia coli B (Coli-Bakterien).

Darreichung: Die häufigsten Darreichungsformen sind:
Gelee Royale pur (unbedingt im Kühlschrank aufbewahren); Gelee Royale Vermischt mit Honig (im Kühlschrank oder bei einer Temperatur von 14° Celsius aufbewahren).

Gelee Royale mit Honig und gemahlenem Pollen vermischt (wie oben aufbewahren).

Die tägliche Dosis beim Erwachsenen ist im Durchschnitt 500 bis 1000 mg (2.000 mg falls notwendig), morgens auf nüchternen Magen sublingual (unter der Zunge zergehen lassen); beim Kind beträgt die Dosis im allgemeinen etwa die Hälfte. Kuren von 1 - 3 Monaten, mehrmals im Jahr.

Keinerlei Kontraindikationen oder Unverträglichkeit bekannt, auch keine sekundären Erscheinungen bei den angegebenen Dosen.

Propolis – Natürliches Antibiotikum aus der Wabe
Neben Nektar, Honigtau und Blütenpollen sammeln die Bienen auch Harze von Blatt- und Blütenknospen. Die Knospenauszüge werden von den Bienen mit Körpersekreten zu Propolis, auch Kittharz genannt, vermischt. Propolis wird von den Bienen zum Abdichten des Bienenstocks gebraucht. Es ist dunkelbernsteinfarbig, hat antimikrobielle und pilzhemmende Eigenschaften und stellt somit einen Schutzstoff dar, der die Bienen im Stock gegen Infektionen und Krankheiten schützt. Propolis wirkt als Schutz gegen den Befall mit Krankheitserregern. Die Bienen überziehen ihre Behausung sowie die Wabenrähmchen mit einem hauchdünnen Film aus Propolis, damit das Wachstum von Bakterien, Viren und Pilzen gehemmt wird.

Propolis ist gut erforscht und enthält neben Flavonoiden auch ein breites Spektrum wertvoller Spurenelemente wie Zink, Eisen, Magnesium, Selen, Silizium und viele Vitamine. Die Bezeichnung Propolis entstammt aus dem Griechischen und bedeutet "Verteidigung der Stadt". Ein Blick in die Geschichte bestätigt unsere Kenntnisse und den vielfachen Nutzen dieser hochwirksamen Substanz. Der Imker kann Propolis gewinnen, indem er den Bienen ein Plastikgitter in den Stock legt. Wenn die Bienen die Löcher mit Propolis abgedichtet haben, werden die Gitter entfernt und in den Gefrierschrank gelegt. Das Propolis wird dann brüchig und gut ablösbar. Es kann als Tinktur oder Salbe angewandt werden und ist in der Volksheilkunde seit Jahrhunderten als vielseitiges Heilmittel bekannt.

Ein weiteres Produkt aus dem Bienenvolk, das aber bei uns nur mehr wenigen Leuten bekannt ist, ist das Propolis. Diesem Stoff verdanken es die Bienen, daß es Ihnen möglich ist, auf engstem Raum zu Zehntausenden zu leben, ohne daß eine Infektion oder Seuche durch Bakterien, Viren oder Pilze ausbricht.

Es ist einleuchtend, daß die besondere antibiotische Wirkung des Propolis auch für den Menschen nützlich sein kann. Diese Erkenntnis hatten bereits die alten Inka.

Auch im Burenkrieg 1899-1902 wurden große Erfolge mit Propolisbehandlungen erzielt, während bei uns das Propolis in Vergessenheit geriet und dann am Anfang des 20. Jahrhunderts auch aus den Wörterbüchern verbannt wurde, so daß es heute erst wiederentdeckt werden muß.

Auch die Darreichung des Propolis geschieht in vielfältiger Form, z.B. als Salbe für äußere Anwendung, als Tinkturen, als Spray und auch in Rohform.

Wichtig ist, zu beachten, daß Propolis ein Naturstoff ist, der in seiner Zusammensetzung schwanken kann.

Königinnen

Die Carnica-Biene, Apis mellifera carnica

Die Carnica Biene war ursprünglich von der südöstlichen Alpenregion bis weit in den Balkan hinein verbreitet. Sie ist eine mittelgrosse Biene mit dunklem Chitinpanzer und ausgeprägten grauen Filzbinden.

Erst in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg fand sie auch in Deutschland zunehmende Verbreitung und verdrängte die dort heimische Dunkle Biene. Durch züchterische Selektion verfügt sie inzwischen über die gewünschten Eigenschaften, die für den Imker massgeblich sind:

Aus diesem Grunde zuechten wir die Carnica und haben mit unserer genutzten Linie noch dazu eine bewährte, besonders leistungsstarke und ausgesprochen sanftmütige Vertreterin dieser Rasse anzubieten.

Ableger

 

Sonstiges

 

Copyright © 2012 Ralf Sosnitzki.